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Just Dance 2026 (Switch 2) im Test

  • Autorenbild: playmoregames
    playmoregames
  • vor 4 Stunden
  • 4 Min. Lesezeit

Sechzehn Jahre nach dem Serienstart ist Just Dance 2026 weniger ein klassischer Nachfolger als vielmehr die nächste Iteration eines laufenden Systems. Ubisoft hat seine Tanzreihe längst von der jährlichen Disc-Veröffentlichung zur digitalen Plattform transformiert – mit klarer inhaltlicher Priorität: neue Songs, neue Choreografien, bewährte Struktur. Wir haben die aktuelle Ausgabe auf der Nintendo Switch 2 getestet und analysiert, ob das Konzept 2026 noch trägt.


Das Spielprinzip bleibt unverändert: Ein virtueller Coach gibt Bewegungen vor, die Spielenden folgen möglichst exakt, das System bewertet Timing und Ausführung. Ob solo oder mit bis zu fünf Personen – Just Dance funktioniert weiterhin als niedrigschwelliger Party-Titel mit sofortiger Verständlichkeit. Gerade diese Konstanz ist Teil des Erfolgs. Während andere Musikspiele entweder spezielles Zubehör erfordern oder stark auf individuelles Können setzen, bleibt Just Dance ein Format, das nahezu jeder innerhalb weniger Minuten begreift. Anspruch entsteht weniger durch komplexe Mechaniken als durch Rhythmusgefühl, Kondition und Präzision.

Der eigentliche Mehrwert jeder neuen Edition liegt im Line-up. 40 frische Tracks bilden das Kernangebot von 2026. Ubisoft setzt erneut auf einen Mix aus aktuellen Pop-Hits, viralen Dance-Tracks und älteren Klassikern, die generationsübergreifend funktionieren. Unter anderem befinden sich einige Songs in Just Dance 2026:


·     Bluey Medley – Bluey  

·     Born To Be Alive – Patrick Hernandez (Reborn Version)   

·     Chichika (feat. METAMAMI) - MariaDennis  

·     Counting Stars – OneRepublic  

·     Cry Baby – Melanie Martinez  

·     Don Raja – Su Real and DISTORT  

·     Don’t Go Breaking my Heart – Lulu & Levon  

·     DRIP – BABYMONSTER  

·     Feather – Sabrina Carpenter  

·     Girls Just Want To Have Fun – Cyndi Lauper  

·     Good Girls – Humphrey Dennis feat. Zanillya  

·     Good Luck, Babe! – Chappell Roan  

·     Houdini – Dua Lipa   

·     Hung Up – Madonna   

·     I Had Some Help – Post Malone feat. Morgan Wallen  

·     It’s ok I’m ok – Tate McRae  

·     Kitipo – Dixson Waz, La Tukiti, and Amenazandel   

·     La Bamba – The Sunlight Shakers  

·     Louder – Don Elektron and Derek  

·     Love Again – Dua Lipa  

·     Messy – Lola Young  

·     Moonlight – Aileen-O  


Entscheidend ist jedoch der Plattformgedanke: Über Just Dance+ wird die Serie zur Streaming-Bibliothek. Wer ein entsprechendes Abo besitzt, greift auf den umfangreichen Backkatalog vergangener Jahre zu. Damit wird Just Dance weniger zu einem jährlich abgeschlossenen Produkt, sondern zu einem kontinuierlich wachsenden Musikarchiv.

Die Preisstruktur ist dabei ambivalent. Während das Monatsabo im Verhältnis zur Songanzahl attraktiv erscheint, wirken einzelne Songpacks vergleichsweise teuer.

Für Gelegenheitsspieler dürfte daher das flexible Abo-Modell die sinnvollere Wahl sein.

Auf technischer Ebene bleibt alles vertraut. Die Performance auf der Switch ist stabil, das Interface klar strukturiert, Ladezeiten sind kurz. Visuell dominieren weiterhin stark stilisierte Bühnenbilder, kontrastreiche Farben und bewusst überzeichnete Charakterdesigns.

Gespielt wird entweder mit Joy-Cons oder via Smartphone-App. In der Praxis zeigen die Controller eine etwas präzisere Bewegungserkennung.


Smartphones funktionieren zuverlässig, insbesondere für größere Gruppen – doch hinsichtlich Handling und Genauigkeit haben die Joy-Cons leichte Vorteile. Die Steuerung bleibt insgesamt zugänglich und fehlertolerant. Just Dance bewertet grobe Bewegungsmuster, keine exakten Körperwinkel. Das senkt die Frustrationsschwelle und erhöht den Partyfaktor. Neben dem klassischen Song-Modus stehen Playlists, Mehrspieler-Partien und Workout-Sessions zur Verfügung.

Letztere bündeln mehrere Songs zu schweißtreibenden Trainingseinheiten und verleihen dem Spiel einen leichten Fitness-Charakter. Was jedoch fehlt, sind strukturelle Neuerungen. Es gibt keine fundamentalen Gameplay-Experimente, keine erweiterten Progressionssysteme, keine zusätzlichen Wettbewerbsformate. Ubisoft setzt vollständig auf inhaltliche Aktualisierung statt mechanischer Weiterentwicklung.

Das wirkt konservativ – ist jedoch konsequent. Just Dance versteht sich klar als Event-Spiel und nicht als innovationsgetriebene Core-Erfahrung.


Im europäischen Raum bleibt die Reihe nahezu konkurrenzlos. Alternative Formate wie Dance Dance Revolution sprechen eine deutlich kleinere Zielgruppe an, während Karaoke-Titel wie Let's Sing ein anderes Segment bedienen. Just Dance besetzt weiterhin souverän die Nische zwischen Familienunterhaltung und Bewegungsspiel. Gerade in der kalten Jahreszeit, zu Feiertagen oder bei Familienfeiern, entfaltet das Spiel seine größte Wirkung. Es ist kein Dauerbrenner für tägliche Sessions, sondern ein sozialer Katalysator für gemeinsame Abende.

Just Dance 2026 steht exemplarisch für eine Reihe, die ihre Identität gefunden hat und keine Notwendigkeit sieht, sie grundlegend zu verändern. Statt Innovation liefert Ubisoft Verlässlichkeit: neue Songs, stabile Technik, sofortige Zugänglichkeit. Die stärkere Plattform-Ausrichtung über Just Dance+ macht das Spiel langfristig attraktiver, wirft aber Fragen zur Preisgestaltung einzelner Inhalte auf. Wer regelmäßig tanzt oder den Titel als Familien-Spiel nutzt, erhält eine umfangreiche und ausgereifte Version des Konzepts. Unterm Strich bleibt Just Dance 2026 das, was die Serie seit Jahren auszeichnet: ein unkompliziertes, generationsübergreifendes Partyspiel – modernisiert durch digitale Distribution, aber im Kern bewusst unverändert.



Fakten:

 

Genre: Partyspiel

Erscheinungsdatum: 14. Oktober 2025

Publisher: Ubisoft

Entwickler: Ubisoft

Spieler: 1 - 6

Altersfreigabe: ab 0 Jahre

Preis: ab 39,99 € (Switch 2, Nintendo Switch, PS5, Xbox Series X/S)

Offizielle Website: justdancegame.com

 

Bewertung:

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