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Amnesia: Rebirth (PS4) im Test


Das schwedische Entwicklerstudio Frictional Games veröffentlichte einen weiteren Teil der erfolgreichen „Amnesia“-Reihen. So dauerte die Entwicklungsphase über fünf Jahre und wir sind gespannt, was und alles in „Amnesisa: Rebirth“ uns erwartet.


Unsere Geschichte in „Amnesisa: Rebirth“ beginnt im Jahre 1937. So befinden wir uns in einem Flugzeug und überfliegen den westafrikanischen Nachthimmel. Im Spiel übernehmen wir die Rolle der Zeichnerin namens Tasi Trianon. Sie ist mit ihrem Ehegatten und Archäologen Salim Hannachi auf dem Weg zur Ausgrabungsstätte Tin Hinan in Algerien. Jedoch kommen alle Figuren nicht an, sondern stürzen ab.

So erwacht unsere Spielfigur einige Tage später und macht sich direkt auf die Suche nach ihrem Mann und Begleitern. Jedoch stellt sich die Suche eher schwierig als gedacht vor. In „Amnesisa: Rebirth“ wird natürlich das Thema Amnesie richtig großgeschrieben und unsere Spielfigur hat auch im ersten Moment einen Gedächtnisverlust. So machen die ersten Schritte im Spiel viel Gutes. Weil wir einfach nicht wissen, warum wir hier sind und wo alle anderen sind. Dadurch müssen wir nach und nach herausfinden.


Das Spiel „Amnesisa: Rebirth“ ist ein First-Person-Horrorspiel. Dadurch erleben wir die kompletten Szenen aus den Augen der Spielfigur. So machen wir uns auf die ersten hilfreichen Gegenstände zu finden, um ein bisschen Licht ins Dunkle zu bringen. Eine Besonderheit in „Amnesisa: Rebirth“ ist, wenn unsere Spielfigur Angst hat, verschwimmt der Bildschirm ein wenig. Zudem wird der Blickwinkel enger und das Herz fängt an zu rasen.

Solltet ihr zu viel Angst haben, kann es passieren, dass ihr wieder beim letzten Checkpoint anfangen müsst. So werden die ersten Minuten im Spielverlauf relativ gefährlich weil ihr nur an stationären Punkten Feuer machen könnt und ansonsten nur Streichhölzer habt. Weil unsere Spielfigur keine Kerzen oder Fackeln tragen kann. Somit müssen wir von einem Licht ins Nächste gelangen. Leider versucht dieser Aspekt in „Amnesisa: Rebirth“ statt wirkliche Angst, eher Frust und Unverständnis kommt beim Spieler auf.


Natürlich versuchen die Entwickler des Spiels hier mehr die Finsternis in den Vordergrund zu drängen. Leider geht dieser Weg im Laufe der Geschichte in „Amnesisa: Rebirth“ nicht immer auf. Die erste Hälfte des Spiels laufen wir nur durch lineare Abschnitte und bekommen zwar eine spannende Atmosphäre mit, aber den Aspekt eines Horrorspiel kommt eher weniger auf. Die Entwickler möchten euch auch eher auf das Erkunden der Umgebungen und dem Lösen des Rätsel einladen.

Immerhin in der zweiten Hälfte des Spiels kommen auch mehr Horror-Aspekte hinein. Weil dann auch endlich die Gegner kommen und die Atmosphäre noch ein bisschen dichter wird. Statt sich mit Waffen zur Selbstverteidigung auszustatten, bekommt ihr nur die Möglichkeit des Wegzulaufen spendiert. Ihr könnt euch nur verstecken und hoffen das die Gegner vorbeilaufen. Zudem könnt ihr auch direkt auf den Boden legen oder sich hinter einer Säule verstecken. Immerhin gelangt die Atmosphäre und Stimmung in diesen Momenten den Höhepunkt in „Amnesisa: Rebirth“.


Bei der Technik schaffen die Entwickler mit „Amnesisa: Rebirth“ einen guten Schritt in die richtige Richtung. So zeigen sich die Umgebungen sehr detailliert und auch die Licht- und Partikeleffekte sehr gut aus. Leider sind die Charaktermodelle im Vergleich eher schwach. Auch der Sound ist erstklassig und trägt einen gewaltigen Teil zur gelungenen Atmosphäre des Spiels bei. Im Spiel gibt es leider keine deutsche Sprachausgabe, immerhin könnt ihr auf deutsche Untertiteln zurückgreifen. Auch die Ladezeiten sind im Spiel nicht toll und bringen somit stets eine ungewollte Zwangspause hervor.

So schafften die Entwickler von „Amnesisa: Rebirth“ interessantes und spielerisch gutes Spiel auf der Konsole heraus. Die Handlung wird gut und interessant erzählt. So macht die Erkundungstour von Anfang bis Ende richtig Freude. Spielerisch sind einige Aspekte eher hinderlich und passen auch nur wenig in ein Horror-Spiel. Dennoch kommt der Horror und eine dichte Atmosphäre jede Sekunde auf. Die Grafik und der Sound sind ebenfalls auf einem guten Niveau. Jedoch sind die Ladezeiten und einige Animationen eher schwach und nerven auf Dauer. Wer dennoch ein gruseliges Abenteuer erleben möchte, sollte sich mal nach „Amnesisa: Rebirth“ erkunden.



Fakten:


Genre: Horror, Survival

Erscheinungsdatum: 20. Oktober 2020

Publisher: Frictional Games

Entwickler: Frictional Games

Spieler: 1 - 22

Altersfreigabe: ab 0 Jahre

Preis: ab 39,99 Euro (PS4, Xbox One, PC)

Offizielle Website: https://frictionalgames.com/


Bewertung:

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