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Lynked: Banner of the Spark (Switch 2) im Test

  • Autorenbild: playmoregames
    playmoregames
  • vor 9 Stunden
  • 3 Min. Lesezeit

Mit "Lynked: Banner of the Spark" liefern FuzzyBot und Dreamhaven ein ungewöhnliches Genre-Mischpaket ab: Ein schnelles Action-RPG mit Roguelite-Struktur wird hier mit Elementen aus Aufbauspielen und Lebenssimulationen kombiniert. Die Nintendo Switch 2 Edition verspricht dabei technische Verbesserungen und neue Features. Doch geht das Konzept wirklich auf – und lohnt sich der Ausflug in die Roboterwelt von 30XX?


Die Handlung von "Lynked" ist schnell erklärt: Im Jahr 30XX hat eine feindliche Roboterarmee die natürliche Welt überrannt und die legendären Roboterhelden des sogenannten Banner of the Spark besiegt. Die Hoffnung ruht nun auf euch – gemeinsam mit niedlichen, aber überraschend nützlichen Roboterbegleitern, den Unibots, sollt ihr die Welt zurückerobern und eine neue Zukunft aufbauen.

Die Story steht dabei nicht permanent im Vordergrund, sondern dient eher als Rahmen für das Gameplay. Trotzdem schafft es das Spiel, durch charmante Dialoge und seine sympathische Präsentation eine motivierende Atmosphäre aufzubauen.

Das Herzstück von Lynked ist der missionsbasierte Gameplay-Loop. In klassischer Roguelite-Manier zieht ihr immer wieder los, um zufallsgenerierte Missionen zu absolvieren, Feinde zu besiegen und Ressourcen zu sammeln. Jeder Durchlauf bringt Fortschritt – selbst wenn ihr scheitert.


Das Kampfsystem ist angenehm zugänglich, bietet aber genug Tiefe, um langfristig zu motivieren. Normale Angriffe, aufgeladene Schläge, Spezialattacken, Ausweichrollen und die Nutzung der Spark Powers greifen sauber ineinander. Besonders gelungen ist der Einsatz von Buddy, eurem Unibot-Begleiter, der sich per „Lynking“-Prozess in einen Arm verwandelt und euch mit dem Wyre-Greifhaken neue taktische Möglichkeiten eröffnet. Gegner heranziehen, Kombos verlängern oder Objekte einsetzen – das fühlt sich dynamisch und befriedigend an.

Nach den actiongeladenen Einsätzen folgt der ruhige Gegenpol: die Stadt. Hier errichtet ihr Gebäude, verbessert Strukturen, nehmt Nebenquests an, kocht Mahlzeiten mit Chef Brot, betreibt Farming, Crafting oder geht angeln. Dieser Wechsel aus Action und Aufbau erinnert stellenweise an Spiele wie Hades mit stärkerem Fokus auf Simulation – und funktioniert überraschend gut.


Ein großes Plus ist der Online-Multiplayer. Missionen lassen sich alleine, zu dritt oder sogar mit bis zu sechs Spielern absolvieren. Gemeinsam Ressourcen sammeln, die Stadt ausbauen oder schwere Bosse bekämpfen – das sorgt für ordentlich Langzeitmotivation. Voraussetzung ist allerdings ein abgeschlossenes Tutorial sowie ein aktives Nintendo-Switch-Online-Abo. Dank GameShare und GameChat auf Switch 2 fühlt sich der Koop moderner und komfortabler an als auf der Vorgängerhardware.

Langfristige Motivation entsteht durch die Soulsparks, die als zentrale Währung dienen. Mit ihnen schaltet ihr permanente Upgrades, neue Fähigkeiten, passive Boni und Stadtverbesserungen frei. Jeder Run zahlt somit auf den Gesamtfortschritt ein, ohne frustrierend zu wirken. Dazu kommen drei gut abgestimmte Schwierigkeitsgrade den Cozy Mode, Story Mode und Standard Mode. Gerade der Cozy Mode macht Lynked auch für weniger kampferprobte Spieler oder jüngere Zielgruppen zugänglich.


Die Nintendo Switch 2 Edition bietet spürbare Verbesserungen: stabilere Bildrate, schärfere Grafik und insgesamt flüssigeres Gameplay. Besonders positiv fällt die Unterstützung der Joy-Con-2-Maussteuerung auf, die vor allem im Baumenü präziseres Arbeiten erlaubt. Ein großer Pluspunkt: Wer bereits die Switch-1-Version besitzt, erhält das Upgrade kostenlos – ein faires Angebot, das man nicht oft sieht. Trotz vieler Stärken ist Lynked nicht perfekt. Die Missionsstruktur kann sich nach vielen Stunden etwas wiederholen, und spielerisch wagt das Spiel kaum echte Risiken. Auch die Story bleibt eher funktional und hätte mit mehr Inszenierung noch stärker wirken können.

"Lynked: Banner of the Spark – Nintendo Switch 2 Edition" ist ein charmantes, zugängliches Action-RPG, das gekonnt Roguelite-Mechaniken mit Aufbau- und Lebenssimulation verbindet. Die Mischung aus schnellen Kämpfen und entspannter Stadtentwicklung funktioniert hervorragend, der Koop-Modus sorgt für zusätzlichen Spielspaß und die technischen Verbesserungen auf Switch 2 sind spürbar.


Zwar erfindet das Spiel das Genre nicht neu, überzeugt aber durch Herz, Abwechslung und Langzeitmotivation. Für Fans von Action-RPGs, Roguelites und gemütlichem Aufbauen ist Lynked definitiv einen Blick wert.

 


Fakten:

 

Genre: Action, Rollenspiel

Erscheinungsdatum: 12. September 2025

Publisher: Dreamhaven

Entwickler: FuzzyBot

Spieler: 1

Altersfreigabe: ab 6 Jahre

Preis: ab 22,99 Euro (Nintendo Switch 2, PlayStation 5, Xbox Series X|S, PC, Nintendo Switch)

Offizielle Website: https://www.playlynked.com/

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