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Wolfenstein: Cyberpilot (PSVR) im Test






Bethesda veröffentlichte in den vergangenen Monaten immer wieder eine virtuelle Version von hauseigenen Marken, wie beispielsweise „The Elder Scrolls“ und „DOOM“. Zum Release des neuen Titel namens „Wolfenstein: Youngblood“ erschien ebenfalls ein neuer Teil. So machten wir uns mit verschiedenen Maschinen uns im Kampf zu beweisen. Mehr über den Titel erfahrt ihr im Test zu „Wolfenstein: Cyberpilot“. Die Handlung von „Wolfenstein: Cyberpilot“ dreht sich ungefähr zwanzig Jahre nach den Ereignissen des letzten Teils. Somit kann man diesen Titel eher als Prolog sehen zum neuesten Titel der Reihe. So bekommen wir eine komplett eigenständige Geschichte präsentiert, immer werden Spieler aber auch einige Charaktere aus beiden Titeln erblicken. In der Handlung des Spiels übernehmen wir die Rolle eines Hackers. Statt einen richtigen Namen, wird unsere Figur glücklicherweise „Cyberpilot“.

So befinden wir uns in den 80er-Jahren im besetzten Paris. Dabei werden wir von der französischen Résistance in ein verlassenes Kontrollzentrum eingeschleust und müssen hier gegen die Nazis kämpfen. So übernehmen wir den Chefsessel und können mit ein paar Tricks die Kontrolle über diverse Kriegsmaschinen erlangen. Dadurch greifen wir nicht direkt ins Kampfgeschehen ein und können eigentlich nur vom Bildschirm unsere Aktionen bestaunen. Die einzelnen Missionen in „Wolfenstein: Cyberpilot“ besitzen einen roten Faden, aber eine richtige Handlung gibt es nicht. Unter anderen greifen wir einen Außenposten der Bösewichte an oder versuchen wichtige Dokumente zu sichern. Dabei zeigen die Entwickler des Spiels schon ein paar gelungene Ideen. So erwarten uns in „Wolfenstein: Cyberpilot“ nur vier Missionen. Dabei bekommen wir stets Besuch von den feuerspeienden Panzerhund und eine gewaltige Zitadelle zu sehen. Zu Beginn des Spiels werden wir mit den jeweiligen Robotern vertraut gemacht und können dann direkt in die Action gehen. So erfahren Fans und Spieler des Titels, auch einige Aspekte, die in den Hauptspielen nicht immer genannt werden.

Beispielsweise ist der bekannte Panzerhund mit seinem Flammenwerfer eher für den Nahkampf gedacht oder die Zitadelle gehört eher zu den schwerbewaffneten Elemente in der Serie, jedoch überhitzt diese Sache viel zu schnell und geht dann für eine Weile aus. In „Wolfenstein: Cyberpilot“ könnt ihr auch mit einen Reparatursystem, euch in brenzligen Momenten, die letzte Chance nutzen, um wieder in Sicherheit zu kommen. Hierbei zeigen die Entwickler viel Ideenreichtum und ihr könnt in jeder Mission einen anderen Roboter nutzen. Die komplette Spielzeit liegt bei „Wolfenstein: Cyberpilot“ nur bei ungefähr zwei Stunden. Der Schwierigkeitsgrad ist in „Wolfenstein: Cyberpilot“ eher niedrig gehalten. Das liegt vor allem an dem sehr einfachen und passivem Verhalten der Gegner. Zudem gibt es keine Handlung und dadurch sind die vier Missionen sehr linear und ein weiterer Versuch auf einem höheren Schwierigkeitsgrad ist eher demotivierend. Dafür kann die grafische Präsentation in diesem Spiel sehr ordentlich. Die verschiedene Modelle und Welt sind sehr detailliert und die Technik läuft stets reibungslos und flüssig. Zwar sind keinerlei Zwischensequenzen vorhanden, dennoch können die Sprecher und die Soundkulisse völlig überzeugen.

Die Steuerung von „Wolfenstein: Cyberpilot“ könnt ihr wieder mal mit zwei unterschiedlichen Spielvarianten nutzen. Entweder spielt ihr mit den beiden Move-Controller oder mit dem normalen Controller. So besitzen beide Varianten ihre Vor- und Nachteile. Zwar könnt ihr die verschiedenen Roboter mit dem Controller deutlich präziser und intuitiver steuern. Jedoch macht das Spielen mit den Move-Controllern viel atmosphärischer und besser Zielen. So macht der Titel mit den beiden Steuerungen richtig Spaß. Leider gibt es in „Wolfenstein: Cyberpilot“ bei den Gesten immer wieder ein Problem und die Aktionen sind meistens eher ein Glücksspiel. So werden diese Aktionen auf Dauer eher nervig. Bethesda hat es in diesem Spiel einfach nicht die bekannten Tugenden zu zeigen. In den ersten drei Missionen erfahren wir mehr und können uns mit den verschiedenen und interessanten Robotern vergnügen. Dann kommt die vierte bzw. letzte Mission und wir können endlich alles zeigen, aber dann ist der Titel auch schon wieder zu Ende. Somit geht in „Wolfenstein: Cyberpilot“ viel Potenzial verloren und wir hätten uns einfach mehr erwartet. So macht das Spiel Spaß und Freude, aber einfach zu kurz geraten. Wir hoffen, dass die Verantwortlichen des Titels weiterhin an solchen Spielen festhält, aber dafür mehr Inhalt und Möglichkeiten einbauen wird. Fakten:

Genre: Action

Erscheinungsdatum: 26. Juli 2019

Publisher: Bethesda Softworks

Entwickler: MachineGamer

Spieler: 1

Altersfreigabe: ab 18 Jahre

Preis: ab 19,99 Euro (PSVR, HTC Vive )

Offizielle Website: https://bethesda.net/de/game/wolfenstein-cyberpilot

Bewertung:

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