Suche
  • playmoregames

The Dark Pictures Anthology: Man of Medan (PS4/ XB1/ PC) im Test


Vor einigen Jahren brachten die Entwickler von Supermassive Games einen Titel namens „Until Dawn“ für die PlayStation 4 heraus. So sind wir gespannt, wie das neue Spiel „Man of Medan“ in die gleiche Kerbe sich spielt. Dabei handelt sich um den ersten Teil der „Dark Pictures Anthology“ und fangen wir mit unserem Test einfach an. So beginnt die erste Episode mit einer Rückblende ins Jahr 1947. In einem Hafen im Südpazifik legt ein Transportschiff in Richtung San Francisco ab. Jedoch wird das Schiff niemals den Hafen erreichen und wir spielen US-Soldat an Bord. So erreicht das Schiff ein rätselhafter Dunst bringt alle Menschen um den Verstand und Leben. Die eigentliche Geschichte beginnt gut 70 Jahre später und wir sind mit Alex mit seinen Freunden im Südpazifik unterwegs nach dem Wrack zu suchen.

Die Gruppe besteht aus dem kleinen Bruder Brad, die Freundin Julia und deren Bruder Conrad. So haben alle Personen eine andere Rolle in der Handlung. Jedoch kommt noch eine weitere Person die Kapitänin namens Fliss, Sie übernimmt den unbekannten Part der fünf spielbaren Charaktere in „Man of Medan“. So wird die eigentliche fröhliche Segeltour schnell für alle Beteiligten eine wirkliche Katastrophe. Mehr möchten wir von der Geschichte der ersten Episode nicht verraten. Dabei benötigt die Handlung ungefähr vier Stunden und wird erst nach einer gewissen Zeit richtig interessant. Dabei erwartet euch ein richtig interessante Horror-Spiel auf euch. Unter anderem stehen euch in „Man of Medan“ sogar ganze 69 unterschiedliche Todesarten für eure fünf Spielfiguren zur Auswahl. Im Vergleich zum exklusiven Titel namens „Until Dawn“ fallen diese Momente im Spiel aber nicht so spektakulär oder blutig aus. Dafür haben die Entwickler mehr an der Dramatik der Quick-Time-Events gearbeitet. Vor allem die Fluchtsequenzen im Laufe der Handlung sind sehr ansprechend geworden. Ein wichtiger Bestandteil der Spielmechanik von „Man of Medan“, besteht in den Dialogentscheidungen. Hier geht es vor allem über das eigene Spielgefühl zu stärken, und die anderen Charaktere in eine Richtung zu beeinflussen.

So kann man viele Entscheidungen im Zusammenhang mit einer Aufgabe noch nachvollziehbar, aber einige Situationen fühlen sich schon willkürlich an. Dadurch passieren Momente und Dialoge die überhaupt keinen Sinn im Verlauf der Handlung passen. Auch die bekannten Quick-Time-Events sind in „Man of Medan“ sehr kurz bemessen. Somit solltet ihr euch schnell und gut den jeweiligen Knopf drücken. Ansonsten bekommt ihr schnell eine der vielen Todesszenen zu sehen. Habt ihr euch im Laufe der ersten Episode falsch entschieden, müsst ihr bis zum Ende mit der jeweiligen Entscheidung leben. Erst nach dem Abschluss der Geschichte könnt ihr zu einem der Abschnitte zurückkehren. Im Spiel stehen euch neben den Handlung von „Man of Medan“ auch noch zwei weitere Spielvarianten zur Auswahl. So gibt es den Kinoabend-Modus. Hier könnt ihr mit bis zu fünf Spielern die Geschichte erneut nach erleben. Dabei werden die Spieler auf die fünf Charaktere verteilt und ihr reicht einfach den Controller weiter. Spannender finden wir eher die den Online-Kooperativ-Modus. So steuert ihr bis zu zwei Charaktere und seit mit einem Mitspieler unterwegs und erlebt erstaunlicherweise völlig andere Spielszenen. Dadurch kommt einfach mehr Freude auf und kann sich nachher mit seinem Mitspieler oder Freund über die eine oder andere Szene austauschen.

Bei der grafischen Präsentation setzen die Entwickler erstmals auf die Unreal Engine aus dem Hause Epic Games. So kann sich das Ergebnis in „Man of Medan“ von der ersten Sekunde richtig gut ansehen. Dabei zeigen vor allem die Licht- und Schatteneffekte eine erstaunliche Leistung. Auch die verschiedenen Charaktermodelle und deren Bewegungen sind gut geworden und bringen eine glaubwürdige Atmosphäre auf. Leider laden sich einige Objekte nach und manche Texturen sehen eher schwach aus. Dafür kann die Sprachausgabe wieder Punkte gut machen. So hören sich die englischen Sprecher am besten an, aber auch die deutsche Sprachausgabe ist nicht schlecht. Zudem sorgen die Soundeffekte und die musikalischen Untermalung für die dichte und schaurige Atmosphäre in „Man of Medan“. Die Entwickler sind mit „Man of Medan“ einen weiteren Schritt gegangen. So fühlt sich die Geschichte und der Überlebenskampf der fünf Spielfiguren echt spannend an. Vor allem das Mitdabei-Gefühl ist in der ersten Episode richtig gut geworden. Jedoch sind einige Momente in den verschiedenen Entscheidungen nicht immer nachvollziehbar. Vor allem macht der Kooperativ-Modus in „Man of Medan“ mit einem weiteren Spieler Spaß und bereichert sogar das Spielerlebnis in der Solo-Kampagne. Wir sind gespannt, wie sich die kommenden Episoden der Reihe so werden. Auf jeden Fall Daumen hoch für den gelungenen Start mit „Man of Medan“. Fakten:

Genre: Horror

Erscheinungsdatum: 30. August 2019

Publisher: Bandai Namco Entertainment

Entwickler: Supermassive Games

Spieler: 1

Altersfreigabe: ab 16 Jahre

Preis: ab 29,99 Euro (PlayStation 4, Xbox One, PC)

Offizielle Website: https://www.thedarkpictures.com/


Bewertung:

© Urheberrecht PlayMoreGames. Verwendung von Text und Bildern nur mit schriftlicher Geneh­migung des Autors gestattet.

© 2014 - 2020 by playmoregames, designed by mediendesign-seibert