Dragon Ball: Sparking! Zero (Switch 2) im Test
- playmoregames

- vor 2 Stunden
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Als "Dragon Ball Sparking! Zero" im vergangenen Jahr auf PlayStation und Xbox erschien, war die Überraschung groß: Nach einer extrem langen Pause meldete sich die legendäre Budokai-Tenkaichi-Reihe eindrucksvoll zurück. Umso erfreulicher ist es, dass das Spiel mit der Nintendo Switch 2 nun auch auf einer Nintendo-Plattform erscheint. Der Port bringt das actionreiche 3D-Kampfspiel samt riesigem Umfang auf die Hybridkonsole – muss sich technisch jedoch einige Einschränkungen gefallen lassen.
Optisch präsentiert sich das Spiel auf der Switch 2 zunächst sehr ansprechend. Der farbenfrohe, originalgetreue Grafikstil fängt den Look des Animes hervorragend ein und wirkt im Dock-Modus angenehm scharf. Charaktermodelle, Spezialeffekte und Explosionen sprühen vor Energie und transportieren genau das bombastische Dragon-Ball-Gefühl, das Fans erwarten. Im Handheld-Modus zeigen sich allerdings Schwächen: Deutlich sichtbares Aliasing an den Figurenkanten trübt das Bild und fällt vor allem in ruhigeren Momenten negativ auf.

Diese optischen Mängel werden jedoch teilweise durch das extrem schnelle Gameplay kaschiert. In hitzigen Kämpfen rücken technische Details in den Hintergrund, da die Action kaum Zeit zum Innehalten lässt. Dennoch ist die auf 30 Bilder pro Sekunde begrenzte Bildrate ein klarer Nachteil gegenüber den anderen Konsolenversionen. Zwar bleibt die Performance während der Kämpfe größtenteils stabil, doch gerade Spieler, die höhere Framerates gewohnt sind, werden den Unterschied spüren. Angesichts der mobilen Ausrichtung der Switch 2 ist diese Entscheidung nachvollziehbar, aber dennoch enttäuschend.
Sehr gelungen ist die Inszenierung der Kämpfe. Die dynamische Kameraführung zoomt bei Spezialattacken wie Trunks’ Burning Attack heran und imitiert ikonische Perspektiven aus dem Anime. Das verleiht den Duellen eine starke cineastische Note. Auch die englische und japanische Sprachausgabe trifft den Ton der Serie hervorragend und weckt nostalgische Erinnerungen bei langjährigen Fans.

Das unangefochtene Herzstück von Sparking Zero ist die riesige Charakterauswahl. Mit über 180 spielbaren Figuren deckt das Spiel nahezu das gesamte Dragon-Ball-Universum ab – inklusive nicht-kanonischer Filmcharaktere. Besonders auffällig sind die zahlreichen Varianten einzelner Figuren, allen voran Goku, der in 19 unterschiedlichen Versionen vertreten ist. Zwar wirken einige davon auf den ersten Blick wie Klone, doch jede Version besitzt ein eigenes Moveset, das den jeweiligen Entwicklungsstand der Figur im Anime widerspiegelt. Dadurch spielen sich die Charaktere spürbar unterschiedlich und erfordern angepasste Strategien.
Trotz einheitlicher Grundsteuerung sorgen kleine Unterschiede zwischen den Charaktertypen für Abwechslung. Androiden wie C-18 laden ihre Ki automatisch auf, während riesige Kämpfer wie Great Ape Baby nicht gepackt werden können. Diese Nuancen verhindern, dass sich das Gameplay trotz der enormen Auswahl zu eintönig anfühlt.
Der zentrale Einzelspieler-Modus sind die Episoden-Kämpfe, die die Geschichte von Dragon Ball in komprimierter Form nacherzählen. Statt jede Schlacht minutiös nachzuspielen, konzentriert sich das Spiel auf acht spielbare Charaktere mit jeweils eigenen Story-Pfaden. Dabei werden die ikonischsten Momente der Serie abgedeckt, etwa Gokus legendärer Kampf gegen Freezer auf Namek. Auch wenn das Durchspielen aller Handlungsstränge etwas repetitiv wirken kann, bietet dieser Modus einen gelungenen Überblick über die wichtigsten Ereignisse.

Besonders spannend sind die optionalen Abzweigungen vom kanonischen Verlauf. An bestimmten Stellen erlaubt Sparking Zero alternative Entscheidungen, die zu klassischen Was-wäre-wenn-Szenarien führen. So kann Goku im Cell-Arc selbst gegen Cell antreten und die Cell Games komplett verhindern. Solche Momente sorgen für echte Überraschungen und erhöhen den Wiederspielwert deutlich.
Zusätzlich lassen sich alternative Story-Verläufe durch das Erfüllen versteckter Bedingungen freischalten, etwa durch Siege in bestimmten Kämpfen. Leider erklärt das Spiel diese Anforderungen kaum, was zu unnötiger Frustration führen kann. Zwar lassen sich die Informationen mittlerweile problemlos online finden, doch eine klarere Kommunikation im Spiel selbst wäre wünschenswert gewesen.

Technisch zeigt der Switch-2-Port hier erneut Schwächen. Vor allem während der comicartig inszenierten Zwischensequenzen kommt es zu spürbaren Verzögerungen, insbesondere beim Übergang in Kämpfe. Auch die Menüs reagieren teils träge und wirken nicht so flüssig, wie man es erwarten würde. Positiv bleibt jedoch, dass die Performance dort am wichtigsten ist – im eigentlichen Kampfgeschehen – größtenteils überzeugt.
Der zusätzliche benutzerdefinierte Kampfmodus erlaubt es, eigene Szenarien mit Dialogen zu erstellen. Die Idee ist interessant, wirkt aber nicht vollständig ausgearbeitet und bleibt deutlich hinter den Episoden-Kämpfen zurück. Wesentlich überzeugender präsentiert sich der Online-Modus, der in unseren Matches stabil lief und keine Verbindungsprobleme zeigte.
Unterm Strich ist "Dragon Ball Sparking! Zero" auch auf der Nintendo Switch 2 ein sehr starkes 3D-Kampfspiel, das vor allem durch seinen enormen Umfang und seine Fan-Nähe punktet. Technische Einschränkungen bei Bildrate, Menüs und Zwischensequenzen verhindern zwar die Bestwertung, doch das Gesamtpaket stimmt. Die Episoden-Kämpfe mit ihren verzweigten Handlungssträngen und das stabile Online-Spiel sorgen für langfristige Motivation, und die gigantische Charakterauswahl lässt kaum Wünsche offen.
"Dragon Ball Sparking! Zero" fühlt sich auf der Switch 2 trotz technischer Abstriche überraschend heimisch an. Dragon-Ball-Fans erhalten ein inhaltlich nahezu vollständiges Erlebnis, das Nostalgie, Fanservice und brachiale Action gekonnt verbindet.
Fakten:
Genre: Action
Erscheinungsdatum: 14. November 2025
Publisher: Bandai Namco
Entwickler: Spike Chunsoft
Spieler: 1 - 8
Altersfreigabe: ab 12 Jahre
Preis: ab 49,99 Euro (Nintendo Switch 2, PlayStation 5, Xbox Series X|S, PC, Nintendo Switch)
Offizielle Website: https://de.bandainamcoent.eu/
Bewertung:

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